Archiv der Kategorie: Texte

Wie die Fotos verdanken sich auch die Texte einem Zusammenspiel von Spazieren, Sehen und Festhalten. Im Medium der Sprache versuchen sie Augen-Blicke und Szenen zu konservieren, die mir beim Gehen zu- und auffielen und die meine Einbildungskraft nachhaltig beschäftigten.

Schönheitspflaster

Die schlichte Güte eines Augenblicks: In einer Regenpause ging ich spazieren und sah einen in sich changierenden Farbteppich im Stadtpark, gebildet aus Blättern unter einem entlaubten Baum. Aus der Ferne wirkte er wie eine ruhig daliegende, irreale Lichtinsel im feuchten … Weiterlesen

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Platte

Nun sind alle wirklichen Fotografen bis hin zur Raubsucht habgierig. Unersättlich sammeln sie, was sonst unwiederbringlich verloren wäre: Momente der Schönheit, des Schreckens, der Scham, oder besser ausgedrückt: Sie kreieren diese Momente, indem sie von den unzähligen Bildern, die in … Weiterlesen

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Najaden VIII

Naja, ich gebs zu, es ist eine flohkleine Winzigkeit, aber sie ist mir einmal widerfahren und ich hatte keinen Einfluss darauf: Beim Überholen zweier sich unterhaltender Passanten schnappte ich das Wort „Dunkelsehen“ auf, das meine Gedanken noch beschäftigte, als mich … Weiterlesen

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Apropos Verstecke(n)

In der Kindheit unterm Tisch, zwischen den Beinen von palavernden Erwachsenen, und in der bergenden Enge eines Schranks oder eines Wäschekorbs. Als Jugendlicher auf dem Klo während einer Hitzewelle, die Kühle der Kacheln auf meiner Stirn, das laufende Wasser auf … Weiterlesen

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Worum geht’s? Für C.

Auf dem Markt bemerke ich einen Mann, der Handzettel an die Passanten verteilt. Obschon mitten in der Menge stehend, wirkt er merkwürdig alleingelassen. Seine Kleidung ist vom Regen durchnässt, und als ich an ihm heruntersehe, fällt mir auf, dass er, … Weiterlesen

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Short cuts XXXVIII

Inmitten eines hohl und träge vorbeischleichenden Vormittags ließ ich mich in ein belangloses Gespräch mit einer greisen Nachbarin fallen, in dessen Verlauf zwei Arbeiter in mein Sichtfeld traten, die ein großes Fenster schleppten. Mir gefiel, wie das weiße Geviert zufällige … Weiterlesen

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Short cuts XXXVII

Ein herrlich weiter, honiggelber Tag – und ich musste ihn drinnen verbringen. Ich gönnte mir kurze Blicke aus dem Fenster und pilgerte in aufgeschlagenen Büchern umher. Ein vollkommen leer geräumter Himmel dort und hier Botschaften, denen ich gerne glauben würde: … Weiterlesen

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Come on!

Was machst DU? Ich sammle Kräfte _ für den durchdachten Sprung!

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Mood de jour VII

Ich hatte von der Nacht eine paralisi d’amore zurückbehalten. DU lagst wohl mit deinem Kopf zu lange auf meinem linken Arm, und so konnte ich ihn kaum schmerzfrei bewegen. Doch auf das Gehen ist Verlass, es löst bei mir vieles, … Weiterlesen

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Short cuts XXXVI

Heute habe ich mir auf meiner Runde eine Wollmütze gekauft und tief in die Stirn gezogen. In den Straßen fegte ein eisiger Wind, den ich aber kaum merkte. Denn schon nach den ersten Schritten rückte alles immer mehr in die … Weiterlesen

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