Wir hatten gerade miteinander geschlafen, im hohen Gras, wo wir alles machten, was uns die Liebe eingab. Dann fiel uns nichts mehr ein, und wir schlugen die Augen auf, sahen den Himmel, wie er groß und blau über uns stand, spürten die Wärme, wie sie sich in uns senkte, gedachten des Fluges, wie er uns erfasst und jeden für sich alleine zurückgelassen hatte, am Ende, als er uns die Zeit nicht mehr schenkte, sondern nur noch vertrieb. Zum Glück gab es die Mondsichel, die uns zu einem Kuss animierte, mit dem alles wieder einsetzte. An den Lippen begann es, sie wurden warm und pulsierend, und als sie sich voneinander lösten, erfasste ein Stromschlag jede unserer Nervenfasern, bis die Füße zuckten und es uns nach Bewegung verlangte. Doch als wir aufstanden und einen Schritt nach vorne gingen, klaffte ein Abgrund vor uns, jäh abfallend und tief. Ohne mit der Wimper zu zucken sprangen wir, im vollsten Vertrauen darauf, dass uns nichts geschehen konnte, solange wir einander in den Armen hielten. Wir segelten durch die warme Luft und landeten butterweich auf einem Feld. Flugs schliefen wir ein. Als ich aufwachte, hocktest DU schon über mir und dein rhythmischer Atem erfasste mich: Wir ließen uns jede Freiheit, mit quicklebendigen Fingern, immer wieder, weil das nicht alles gewesen sein konnte, es musste weitergehen, jetzt und überhaupt.
Über diese Seite
Die hier veröffentlichten Fotos entstehen allesamt beim Spazierengehen. Sie zeigen zufällig in mein Blickfeld geratene und mit der Kamera festgehaltene Motive. Es geht mir bei diesen Augenblicksaufnahmen um eine Zwiesprache mit dem Sichtbaren, in der etwas scheinbar Vertrautes und Alltägliches ins Befremdliche oder Überraschende kippen kann. Alle Besucher sind herzlich eingeladen, ihre eigene deutende Fantasie tätig werden zu lassen und die Fotos zu kommentieren.Kategorien
-
Neueste Beiträge
Neueste Kommentare
- Uwe bei Efeu
- sherri bei Efeu
- Markus bei Efeu
- uwe bei PAUSE I PARADIS
- Pavel Mikhailovskii bei Coca di Como
-
Tagwolke
Abstrakt Appropriation Art Being Blue Blätter Brache City Nord Corona-Files Depre DU Fabelwesen Fundstücke Hoch Detlef iSnaps Jahreszeiten Lazy Days / Daze Days Mauern Menschenbilder Nachtbilder Natur/Landschaft Notate Oberflächen Reise-Bilder Räume Schatten Schattenfotograf Schwarzweisheiten Selbste Singles Spiegelungen Stadtraum Stillleben Unschärfe Wahn-Zettel Wasser Wände
WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck requires Flash Player 9 or better.
Archive
Blogroll
- 54books
- 591photography.com
- AN Herbst
- artmill.de
- askionkataskion.blogda.ch/
- atelier-latent.de
- begleitschreiben.net/
- bersarin.wordpress.com
- Bettges
- Buddenbohm
- Bummelant
- Christian S.
- flickr.com/photos/blickwechsel
- fotocommunity.de
- Francis
- Francis flickr
- Glanz & Elend
- glumm.wordpress.com
- HF
- hobokollektiv.net
- irgendlink.de
- Jack B
- janber.net
- JaZZ
- kid37.blogger.de
- Kultur-Magazin
- Kulturmagazin
- kwerfeldein
- lens
- Lenscratch
- Litblogs
- Literarisches Metablog
- markus-spring.info
- nmimkmar
- radiotipps
- Revierpassagen
- spaceflaneur.wordpress.com
- spaziergangswissenschaft.de
- sur-l-eau.de
- Thomas Hummitzsch
- walterneiger.blogspot.com
- Wolfgang Ullrich
Meta
Sehr erotisch, sehr berührend, sehr bildhaft.
Mag ich.
Das ist schön.
Die Mood de jour-Serie betrifft ja ein bestimmtes DU, nämlich meinen Lebensmenschen, den ich glücklicherweise vor langer Zeit schon traf und festhalten konnte. Und heute war unser Hochzeitstag, daher der hohe Ton 😉
Freut mich übrigens, dass Du mal wieder hier vorbeigeschaut hast.
Gruß, Uwe