Archiv der Kategorie: Texte

Wie die Fotos verdanken sich auch die Texte einem Zusammenspiel von Spazieren, Sehen und Festhalten. Im Medium der Sprache versuchen sie Augen-Blicke und Szenen zu konservieren, die mir beim Gehen zu- und auffielen und die meine Einbildungskraft nachhaltig beschäftigten.

Short cuts XLII

Es gibt sie noch, jene kurzen Momente, auf die man nicht wartet, die einfach passieren und dann und wann einen kleinen Aufruhr erzeugen, so auch bei dem Herrn, der nach dem Besuch einer Ausstellung sich auf eine Bank setzte, die … Weiterlesen

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Emeriti

So sind wir nun für unbestimmte Zeit in Ruhestand versetzt. An der Peripherie der Kalamitäten tummeln sich die Fingerzeiger und Alarmisten. Auf allen Kanälen lassen die üblichen Krakeeler ihre Unterstellungen zirkulieren. Aber auch Aufmunterungen bleiben nicht aus. Immerhin bekommen die … Weiterlesen

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Mood de jour XIV

Ich liege im Bett und liebkose ein Phantom. Ohne dich zieht der Morgen um. Nur ein loses Mundwerk bleibt zurück und pflanzt sich auf. Unermüdlich lässt es seine Beine schaukeln, damit mein Warten unterhalten wird. So läuft die Zeit der … Weiterlesen

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Espedalie

Ich bin glücklich, wenn ich gehe, heraus und umher, ohne besondere Absichten, einfach gehen und blicken. Eine reine Freude, sich fortzubewegen und zu vergessen, die Lieben, die Orte, das Leben. Sich unbeschwert machen beim Gehen, ein anderer werden, die Banden … Weiterlesen

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Eine Gabe

Im besten Fall wirst du, mein Text, mit Lust und Kenntnis gelesen und womöglich sogar kommentiert. Im ungünstigen Fall nimmt man dich nur flüchtig wahr und vergisst dich sofort. Auch möglich wäre, dass ich dich verfasse und danach wieder vernichte. … Weiterlesen

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Mood de jour XIII

Langsam werde ich wach, neben mir ruht die Schläferin wohlig in ihren warmen Laken. Ich stehe auf und schaue durchs Fenster in den anbrechenden Tag. Geduckt, aber voller Elan, schreiten auf der Straße einige Kirchgänger im Takt des Glockengeläuts zur … Weiterlesen

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Beschissen wär‘ geprahlt

H musste einen langen Schnitt über seinen Bauch erleiden, eine OP auf des Messers Schneide, sozusagen auf Leben und Tod, die ihn zwischenzeitlich derart betäubte, dass er gar nicht mehr die Intensiv-Station verlassen wollte, so entrückt von allem wie er … Weiterlesen

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Monolog eines Straßenfotografen

Täglich gehe ich unter Menschen umher, ich weiß nichts von ihnen, ich kenne sie nicht, sie sind für mich anonym. Ich nehme ihre Bewegung auf, halte dabei Abstand, um den rechten Standpunkt zu finden, sie mit meiner Kamera abzulichten. Ich … Weiterlesen

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Faire son temps

An einer vielbefahrenen Straße steht ein altes Haus, dessen Zeit abgelaufen ist. Die Bewohner haben es verlassen, bei der Auflösung wurde Verwertbares entnommen, ein aufgegebener, nunmehr herrenloser Rest ist zurückgeblieben. Notdürftig verriegelt wurde es für den Abriss freigegeben, aber noch … Weiterlesen

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In den Pfützen liegt der Himmel

– ein Schritt nach vorn und ich stehe mittendrin, und die Wolken ziehen durch mich hindurch. Diese vergänglichen Überbleibsel des Regens öffnen den Boden, bilden vervielfältigende Flächen, die das Oben unten erscheinen lassen. Es ist eine blendende Verwirrung: Ich blicke … Weiterlesen

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