Archiv der Kategorie: Texte

Wie die Fotos verdanken sich auch die Texte einem Zusammenspiel von Spazieren, Sehen und Festhalten. Im Medium der Sprache versuchen sie Augen-Blicke und Szenen zu konservieren, die mir beim Gehen zu- und auffielen und die meine Einbildungskraft nachhaltig beschäftigten.

Intermezzo VII

Hier auf dem fernen Eiland, wo man nicht mehr gesehen werden kann, auf dieser Insel Hier will er lesen und seinen Proviant auffüllen. Doch mit jeder Zeile nimmt sein Kummerspeck zu, und Gedankenblässe verschleiert ihm den Blick. Die Sätze werden … Weiterlesen

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Intermezzo VI

Schritt für Schritt nähert er sich fremdem Gebiet. Dann steht er vor einem Backsteinhaus mit blutroten Klinkern. Das Namensschild an der Tür kündigt einen Puls von Trochel an. Er klopft, nichts rührt sich. Mit einem Dietrich knackt er das Schloss … Weiterlesen

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Intermezzo V

Er ging so vor sich hin und schaute nach oben, dabei hoffte er auf einen verlässlich blauen Himmel und dachte noch, dass es schön wäre, wenn in ihm kleinere Haufenwolken treiben würden und ein milder Wind ihren Zug vorantreibe, er … Weiterlesen

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Intermezzo IV

Er hat ein Problem in seiner Ehe: Seine Frau mag keinen Free-Jazz. Das ist eine richtige Schranke zwischen ihnen. Er beneidet alle Paare, die gemeinsam Free-Jazz so sehr lieben, dass sie keine Mühen scheuen, Konzerte zu besuchen und sich dieser … Weiterlesen

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Intermezzo III

Manche mögen’s heiß. Er nicht. Ihm sind die moderaten Temperaturen lieber. Nur dann ist er noch zu etwas fähig. Hitze erschlägt ihn und er kann nichts mit sich anfangen. Dann verbröselt ihm der Tag, und kein Tanz mit Worten will … Weiterlesen

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Intermezzo II

Meist bleibt er liegen, ohne die geringste Anwandlung, seine Lage zu wechseln, stundenlang, regungslos, so dass man meinen könnte, er schlafe meditierend oder meditiere schlafend. Und nur unter dem Druck äußerster Notwendigkeit lässt er sich dazu verleiten, aufzustehen und umherzugehen, … Weiterlesen

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Intermezzo I

Der Kopf einer jungen Amsel liegt im Dickicht, aus dem Gelächter sprüht. Ein Wortschatz wird zwischen den Zoten gehoben, doch auch das löst keine frohe Erwartung aus. Unterdessen lässt die Anmut von Brüsten ihn von Arkadien träumen. Er weckt seine … Weiterlesen

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Titan im Nebel

Je älter man wird, desto besser war man früher. Einst & Heute Einst war mein Trachten unermesslich und nichts stammte aus zweiter Hand Heute verfehle ich das weite Feld und jede Fabel endet sans merci Einst rannte ich jedem Blickfang … Weiterlesen

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33 verlorene Zeilen

Eine erfror bei Minus 20 Grad an einem Zaunpfahl Eine andere stand auf dem falschen Versfuß Die Dritte fand ihre letzte Ruhe unter der Linde meiner Kinderjahre Die Vierte zerfiel in der Duschkabine eines Seebads Eine zerschellte am Grauen der … Weiterlesen

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Mood de jour XXIII

Mitten an einem Graumutstag befällt mich das Begehren. Ich gehe ins Bett und sehe, wie in deinem Gesicht die Lust debütiert. Ungeheuer langsam steuere ich in die Meerenge, wo wir auf Gnade und Ungnade dem Verlangen preisgegeben sind. Das Vordringen … Weiterlesen

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