Archiv der Kategorie: Texte

Wie die Fotos verdanken sich auch die Texte einem Zusammenspiel von Spazieren, Sehen und Festhalten. Im Medium der Sprache versuchen sie Augen-Blicke und Szenen zu konservieren, die mir beim Gehen zu- und auffielen und die meine Einbildungskraft nachhaltig beschäftigten.

Gebrauchsanweisung für einen dieser Tage. Eine Wiedervorlage

Also, wenn deine Liebste am frühen Morgen zu einer längeren Reise aufgebrochen ist, verschaffst du dir im Bad erstmal Erleichterung. Dann legst du Marika flach und dehnst zu einer Lesung von Peter Kurzeck deine Glieder. Danach sitzt du auf der … Weiterlesen

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So‘ne und solche

Ich sehe einen alten Mann, der durch die Straßen rennt, sein lichtes Haar zauselt im Wind, in seinen Händen trägt er gefüllte Taschen und Rucksäcke, wie Geiseln schleppt er sie mit sich, wohin und zu welchem Ende bleibt ungewiss Ich … Weiterlesen

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Tachinieren

Habe schlecht geschlafen, bin auf Toilette gegangen, habe warm geduscht, bin wieder ins Bett, habe prekär geträumt, bin unlustig aufgewacht, habe mich angezogen, bin ziellos umhergestreift, habe Sonne getankt, bin leichthin eingekehrt, habe niemanden umarmt, bin alleine geblieben, habe Bier … Weiterlesen

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Auf dem Weg zur letzten Ziehung

Einer sagt: Ich beobachte sie, doch mein Blick reicht nicht weit genug. So sehr ich sie auch anstarre, es öffnet sich nichts. Ich kann sie nicht erreichen, sie bleibt für sich und selbständig. Mein Blick versucht den Sprung zu ihr, … Weiterlesen

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Das Mädchen

Eines Tages steht das Leben sanft lächelnd wie ein Mädchen plötzlich auf der anderen Seite des Baches und fragt (auf seine spöttische Art) Aber wie bist du da gelandet? (Lars Gustafsson)

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Mood de jour XXI

Oh, DU … Heumond meiner Irrungen Antitoxin meiner Phantasien Rose meiner Bummeleien Schlüssel meiner Diskussionen Engel meiner Ausfahrten Nadelöhr meiner Gerüchte Felswand meiner Erosionen Mauseohr meiner Träume Tisch meiner Verrücktheiten Gestirn meiner Seelen Dach meiner Versprechen Perle meiner Versuchungen Katakombe … Weiterlesen

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Destination

Mir sind die Züge an diesem prächtigen Tag entgleist Kopfüber liegen sie unter einem sanften Himmel im Graben Staub sammelt sich im letzten Licht auf den Fenstern Es geht der Wind darüber

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In der Mache

Wie öde – Jemand sein! Sein Lebtag – Fröschen gleich − Den eignen Namen auszuquaken − Für den Applaus im Teich! How dreary to be somebody! How public, like a frog To tell your name the livelong day To an … Weiterlesen

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Ad libitum

Montags bin ich undurchsichtig Dienstags kehre ich allem den Rücken Mittwochs kommt die Zugehfrau Donnerstags versetzt mich die Wirklichkeit Freitags knüpfe ich ein Netz Samstags übe ich das laute Lesen Sonntags schöpfe ich Kraft

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S p a z i e r e n

Geh’ raus atme Luft blick’ dich um bade im Licht bleib’ ruhig und schweife in Gedanken S c h r i t t für S c h r i t t hoch zum Tagmond im Blau

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