Lulu

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Experimente

im Lockdown X (Der Präparator)

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Dahinsumpern im Blues – Heimatlose Notate V

Ich habe endlich das Beste hinter mir

Zettelfundstück: Du bist so ein fürsorglicher, interessanter, und noch dazu, attraktiver Mann. Noch nie war ich so glücklich und verbunden in einer Beziehung.
Ich bin dafür sehr dankbar und dir am Allermeisten, dass du dich so facettenreich entwickelt hast. Ich liebe dich über alles

Im Strudel der Sekunden beugen sich ratlos erstarrte Gesichter in nasse Fliederbüsche

Schild: Nicht arbeiten ohne Sonderanweisung

Die Lücken zwischen meinen Zähnen werden größer

Endlich rauscht es mächtig und der Regen stürzt herab auf alte Paare unter bunten Schirmen

Eine Zeile, in die ich mich zurückziehe und einniste: Trunken vom Nachsehen

Sich ehrlich beschweigen, im trägen Fluss der nichtssagenden Momente

Die Trostlosigkeit der täglichen Selbstberührungen

Ich trage schwer am Gewicht eines Zwölfenders, der meine Nackenmuskeln verspannt

Mein Leben taugt nichts, aber es ist das einzige, das mir am Ende den Atem verschlagen haben wird

Vor der Ampel plustert sich eine junge Schönheit auf, gelassen schaue ich vorbei

Eine versehrte Horde von Kindern auf dem Weg zum Fest

Er wird, nach selbstverschuldeter Qual, der Henker seines Lebens sein, das ohnehin wie ein Gesicht des Morgentraums entflieht

Zwei Szenen: ein Kinderpaar auf einer Mauer, hüpfend und sich zulächelnd, und ein Debiler in einem Garten, der unentwegt Seifenblasen in die Luft bläst und dabei von einem aufs andere Bein springt und laut auflacht

Um beim See zu bleiben: Es ist, als sei ich hineingestiegen, hätte begonnen, darin zu schwimmen, und je länger und weiter hinaus ich schwimme, desto tiefer und größer wird der See. Und dieser See ist das Schreiben

Hörstück: Wir haben jetzt ein Enckelchen von zwei Jahren! Von dem da? Nee, der ist ein Blindgänger

Manchmal kommt es zum äußersten: Sie zwingt mich dazu, auf dem Rücken im Gras zu liegen und nichts zu tun als dem langsamen Zug der Wolken im blauen Himmel zu folgen, ohne Worte still dazuliegen und nur zu schauen. Was für eine Qual

Schild: Wer Waldhelm sagt meint Feuerverzinken

Bisweilen ergeht es ihm wie einem wolkenähnlichen Flusskiesel, der an beschwingten Tagen, wenn die Kümmernisse nur noch leere Mirakel bieten, auf der Oberfläche des Alltagsmeers hüpft

Nachricht des Tages für den Teilprivatier mit unabgeschlossener Vermögensbildung: Your To Do list is empty

Mir bleibt nichts mehr zu tun. Ohnehin kann ich mittlerweile nur noch das schreiben, was mir einfällt, während ich von Satz zu Satz vergesse, was ich eigentlich sagen will

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Surreale Dinge IV

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Unter ferner liefen – Heimatlose Notate IV

Er war nur ein Portal für die Freude dahinter

Endlich ruhen in der Umarmung einer Fremden wie in einem Sekundenschlaf

Rätsel und Verdruss gingen ihrer Wege durch die kostenfreie Stille

Als treuer Kunde bin ich im Unwegsamen bewandert, selbst wenn ich ganze Strecken im Halbschlaf absolviere

Shirt: Die Realität ist für diejenigen, die ihre Träume nicht verwirklichen können

Bestechend schön, bisweilen betörend, so dass man alles, inklusive sich selbst, vergisst und für Momente allein im Blick zuhause ist

Mir gefällt der kahle Fleck auf ihrer Haut, direkt über ihrem Po, dieser Schmetterling

Hörstück: Der ist so putzig, und zugleich der dümmste Hund im Großraum Baden

Wachgeküsst von der Abrissbirne schleichen sie in Stundenmillimetern aufeinander zu

Liedzeile im Traum: Can‘t give you anything but Sterbehilfe

Getrimmt von der Ehegeliebten wie ein Königspudel, nur am Gemächt herrscht noch Wildwuchs

Schlagzeile: An Gier krepiert

Eine blütenreine Weste
im feuchten Kehricht

Ausrasten: österreichisches Wort für Entspannen

Sanft kullernde Tränen am nahen Weinberg

Ohne Einwirkung eines Gegners: Löblich ist‘s, im Kreisverkehr zu vögeln – ein Satz, der mir zuflog, als ich den Tee für die Lieben zubereitete und nur so vor mich hin plapperte

Das Ruheversprechen eines altrosa Tischtuchs, und die Delikatesse der ersten Radieschen

Hörstück: Es ist mir schnurzegal, wie du dich herrichtest, nur tu es gefälligst

Das Blau des Himmels drischt meine schlechte Laune hinweg, täuschend echt

Ohne sie würde ich aussteigen, und zu wissen, dass sie da ist, in Reichweite und on air, reicht mir aus, um den Tag zu vergehen

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Experimente

im Lockdown IX (Ist da wer?)

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Tribute to Lee

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UWE rules

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Surreale Dinge III

Heute morgen fand ich mich in einem Aquarium wieder. Im trüben Dämmerlicht stiegen winzig-kleine Bläschen von einem Grund aus Muscheln und Kies in die Höhe auf. Ich trieb durch das Wasser, flüchtig huschten unbestimmte Formwesen an mir vorüber, die im gedämpften Licht verschwanden. Es herrschte eine ungeheure Stille, in der nur das leise Blubbern der Bläschen zu vernehmen war. Alle Worte, die aus Mündern vor den Glaswänden ausgesprochen wurden, blieben im Aquarium unerhört. Ich verstand nichts, sah nur lasziv sich öffnende und sich wieder schließende rote Lippen, zu denen kein Kopf, geschweige denn ein Körper sich einfand. Nur einmal tauchten urplötzlich grüne Augen auf, deren Blick ich aber nicht lange standhalten konnte. Es war, als würde ich in eine Schüssel mit funkelnden Kristallen schauen, die jede Fixierung ausschlossen und mich an eine unerreichbare Ferne denken ließ. Ohnehin waren sie schnell wieder den sich bewegenden Lippen gewichen und kehrten nicht zurück. Ich trieb ruhig umher und lernte, die mir aufgezwungene, lautlose Abgeschiedenheit zu genießen. Zuletzt ergab ich mich in mein Los.

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Surreale Dinge II

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