Last-minute smear

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Institut für rosige Zeiten

ARoS Aarhus

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Stille Beteiligung – Heimatlose Notate VI

Am laufenden Meter durch stehende Hitze in gähnender Leere

Sätzling: Vor lauter falscher Vertrautheit wurde sie mir endlich fremd und widerborstig

Wildsaurier und Möwenschatten und Lerchengezwitscher und Miasmen, dazwischen der Schriftzug, gelegt mit Fundsteinen: Vil du giftes med me, und Verleser wie: Kunstbefestigung zur Abwehr des Staunens

Am Morgen kindlicher Singsang: homo sapiens innocens, dann Möwenklagen, Vogelgezwitscher, weißblauer Himmel, Sonnenschein, hell leuchtendes, nasses Gras, Insektengesumm, leichter Windhauch, Motorboote in der Ferne, ein Überschuss an Grüntönen

Er sagt: Immer noch können nur meine Augen lachen, der Rest des Gesichtes ist maskiert

Sie sagt: Manchmal bin ich in Schlager-Stimmung, und dann hebt die Zeit zu träumen an

Er sagt: Bald bin ich von allen verlassen, nur nicht von mir, leider

Slow understanding of nuances: Minimale Veränderungen im zeitweiligen Stillstand

Chaosmose à la Jorn: Creation by dissolution

Danish Dynamaids allerorten, langbeinig, schlank, braungebrannt, blond – und ER welkt dahin vor Gram ob seines fortgeschrittenen Alters, in dem nur noch Vergnügungsfahrten in stillen Gewässern möglich sind

Ein kühler Schauer der Lust, des imaginären Zupackens und Überfallens, überkommt ihn, als ein postolzer Teenie am Abend im letzten Licht posiert und in die ruhige O-See steigt

Wie gut hier zu sitzen in der Loge und die Passanten und Autos vorbeiziehen zu lassen wie gut nicht dazuzugehören wie gut nur zu schauen wie gut nichts zu tun zu haben wie gut den Blicken entzogen zu sein

Hörstück: Ist da oben eine Schnecke? Wieso? Ich wollte da einen Galgen anbringen

Inmitten des Entsetzlichen „glücksfähig“ bleiben, ohne Reue: Geht das denn, fragte sie mich

Die Unbekannte hatte ihre Regel: Nie ohne Höhepunkt in den Tag starten

Ich ziehe mir Sätzlinge rein wie andere Pornoclips:
Über die Seufzerbrücke ins Nichts – Träumen für lau als Schwarzfahrer in Absurdistan – Eben wurde ich zum Nichtstun aufgerufen

Frau mit Frisee-Salat … auf dem Kopf

Titel: Angeln im Ödland

TV-Zitat: Die Leuten müssen geholfen werden

Bild: Feldbetten in der Boxengasse

Hörstücke am Morgen auf der Marika: Hexepädche Behelfsheime Gurren lehrt Sehnsucht Vielfalt der Welt Brausepulvertütchen erinnern an das Glück Bucht zum Baden Je nachdem worauf Ostern fällt Teufelsfuß mit Regenwasser Man kann sich nicht sattsehen Unverdrossene Feldwege Mürrische Schotterstraßen Warten auf die gemurmelte Absolution Kirche von innen auffressen Orgelmusik fällt von oben herunter so lange schauen, bis man sorglos wird Weihrauchohnmacht Goldener Himmel wie auf einem Andachtsbild Flüchtlingsmohnmühlchen

Traumsatz: Ich war im Eimer und schöpfte Meer

Das wehmütige Wedeln eines Schwanzes beim Gehen

Canabisduftwolken allerorten

Verleser: VersEnde statt Versende & Tavor statt Davor

Satz: Der ist schon alt, der muss auf seinen Koffeinspiegel achten

Satz: Ich hab‘ keine Rinde bis zum First

Verleser: Ich habe nahezu getwittert vor Wut

Zitat: Ein Leben hätte anders verlaufen können, aber erst, nachdem es gelebt wurde

Lebenslauf:
Erstes Aufleuchten
Mittleres Glänzen
Letztes Schimmern

Was nicht alles habe ich nie eines Blicks, geschweige denn eines Worts gewürdigt? Versäumnisse pflastern meinen Weg

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Auf eigene Verantwortung

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Um Himmels willen

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D e c o l l a g e

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Samsara (iSnaps aus der Provinz X)

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Oger (iSnaps aus der Provinz IX)

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Le flaneur du mal

Hals über Kopf sprang er aus dem Bett, wusch sich und hüpfte mit Elan die Treppen hinunter, raus auf die Straße, um den Tag zu vergehen, denn meist fällt ihm dabei etwas ein oder auf. Heute aber nicht. Keine Worte wirbelten durch die Luft, kein Schatten verriet sein Geheimnis, kein Penner orakelte vor sich hin, kein Geschäft bot ihm seine Auslagen an, kein Platz lud ihn ein, kein Irrer ließ sich gehen, überhaupt kein Fremdleben, dem er folgen konnte, nirgends, alles schien ihm fahl und leer, nur stumme Kulissen nahm er wahr, in denen erloschene Gestalten hockten, und die Liebe Not, die ihn mit ihren dunklen Kulleraugen in Gassen lockte, wo es nach Alkohol und Pisse stank. Der Wind war kurz angebunden, das bucklige Pflaster ließ ihn stolpern, er blieb stehen, torkelte mit rudernden Armen weiter, lief um vielversprechende Ecken, die dann in Sackgassen mündeten, ging dahin und dorthin, hinaus und hinein, doch überall nur graue Mauerstücke und hohle Fensteröffnungen, er trank im trübgelben Licht einer Durchfahrt einen bitteren Kaffee, stierte dabei in den verschleierten Himmel der Pfützen, und selbst am Kanal, wo er in stiller Selbstgenügsamkeit schon ganze Nachmittage auf einer Bank verhockte, selbst dort verging ihm Hören und Sehen. Schlotternd stand er im Ungewissen und vermickerte inwendig, ein Mauvaisvivant wie er im Buche steht. Kein Talent zum Gehen, weder Format noch Fortüne zum Sehen. Der UNMUT saß im Gemüt. Keine Abwechslung erreichte ihn, kein Staunen, keine Störung. Die Blechkarossen lärmten, Windböen trieben Müll in tote Winkel, die Parfümwolken der Passantinnen reizten seine Nase, und von dem Bild der witzelnden Arbeiter mit ihren leuchtend orangefarbenen Jacken blieb ihm nur das düstere Loch in Erinnerung, in dass sie lachend starrten. Vor einer Horde blödfroher Teenies, die auf ihre tönenden Handys glotzten, wich er aus, wie allem, was ihm heute begegnete, auch den halblahmen, rentenversorgten Greisen mit ihren Rollatoren, denen er sonst besänftigende Blicke zuwarf. Was war ihm geschehen? Nichts oder dasselbe wie immer: das Alleralltäglichste, nur eben ins Nichtige, Öde und Sinnlose gedreht: Was ihm sonst als das prallbunte Leben der Straßen entgegenkam, war heute eine aufgeblähte und übel riechende Leiche. Als er begriff, dass aus diesem Gang kein Fünkchen zu schlagen sein wird, schleppte er sich zurück. Beim Eintreten fragte ihn die Herzdame, ob er das sei, der so stinke. Er erklärte ihr alles, worauf sie ihn unter die Dusche schickte. Und erst nach der Dämmerstunde war er bereit, den Rechner zu öffnen, die Fingerspitzen auf die Tastatur zu setzen und über diesen missglückten Tagesgang zu berichten. Doch die Danebenwirkungen hielten lange an, selbst die Wörter waren anfangs noch angezählt, und so blieb bis zum letzten Buchstaben, den er niederdrückte, die Gewissheit aus, in naher Zukunft je wieder einen neuen Anlauf nehmen zu können. Aber so sollte es nicht enden, denn das Schreiben gab ihm langsam, sehr langsam, die Gutmütigkeit gegen sich selbst zurück. Ein Anfang, immerhin.

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Rien na va plus

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