Experimente

im Lockdown XII (DURST)

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Mood de jour XX

Nie bin ich dir näher, als wenn DU in der Ferne weilst. Dann weiß ich alle Worte, die ich dir sagen will, doch sind wir dann vereint, bin ich stumm wie ein Fisch. Nichts fällt mir ein, alles weg. Und nur eine Minute, nachdem DU gegangen bist, kann ich mir vor lauter Worten kaum die Schuhe binden, um dir nachzueilen. Habe ich dich dann eingeholt, verdüstert sich alles um mich, deine Gegenwart verschlägt mir den Atem und ich falle in ein Loch. Dumpf schlage ich auf dem Boden auf, schaue nach oben, DU rufst mich, aber mir fällt nichts ein. DU ziehst von dannen und die geschliffensten Aussprüche verlassen meinen Mund, nur hören kannst DU sie nicht. Lauschen wäre eine Lösung. Bleib unsichtbar, spitz die Ohren, und wenn ich dann loslege, kannst DU vielleicht hören, was meine Worte verschweigen.

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Der Blinzler

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Go beast

Einer sagt: Ein guter Tag beginnt für mich mit Geilheit. Sie kommt bei mir immer von selbst, ohne mein Zutun. Ich stehe frühmorgens auf, schleiche umher und suche etwas, das meine Geilheit befriedigt. Und das Schöne ist: Eine veritable Geilheit wie meine lässt sich nicht stillen. Ich bin nämlich geil nach meiner Geilheit. Ich bin in meine eigene Geilheit verliebt. Diese Dauererregung ist mein Daseinsziel, ihm strebe ich unentwegt nach. Wenn es auch manchmal hart und schwer ist, trägt mich die Geilheit durch die Tage. Ich kann den Hals nicht voll kriegen, und die Unmöglichkeit, befriedigt zu werden, treibt meine Geilheit nur noch mehr an

Einer sagt: Noch immer bin ich ein stolzer Bursche, den die Frauen lieben, zumindest in den handwarmen Märchen, die ich mir selbst erzähle. Auch als stinkender Greis werde ich es nicht lassen, innerlich vor Ingrimm ob des Alters kochend, auf feste Killerbacken zu stieren, wenn sie sich zeigen. Und in den steilsten Träumen stecke ich den Stecker in die Dose, obgleich der kurze Schuss zu früh kommt und für die Schläferin auf den feuchten Laken ohne Folgen bleibt

Einer sagt: Ich gehe täglich in meinem Zimmer im Kreis, komme täglich ans Fenster, sehe täglich nach draußen, wo täglich die wüste Gabi wartet. Ich rede mit niemandem darüber. Denn was auch immer sie dort macht, mir kann sie gestohlen bleiben. Ich bleibe drinnen. Mich lockt sie nicht mit ihren heißen Lippen, ihren samtenen Händen, ihren schlanken Beinen, ihrem gepriesenen Hintern, ihrer verführerischen Stimme, nein, ich widerstehe am Fenster, täglich, der wüsten Gabi, warte, bis sie sich verdrückt und drehe dann wieder meine Runden im Zimmer, täglich, so groß ist meine Lust am Verzicht

Einer sagt: Sie landet auf mir und boxt mich in den Magen. Dann kämpften wir, ohne dass ich sie schlage, ich wehre nur ihre Fäuste und Tritte ab. Ich packe sie und wir wälzen uns auf dem Teppich, hin und her, sie zerrt an meinen Haaren und ich versuche, ihre Hände festzuhalten. Als es mir gelingt, wird sie ruhiger und muckst kaum noch auf. Ich lasse sie los und prompt springt sie leichtfüßig auf und blödelt herum, als wäre nichts geschehen. Doch alles hängt an einem seidenen Faden, ihr Liebreiz, ihr Hass, auch mein Widerstand und meine Kraft, aber ohne sie kann ich mich nicht vergessen. Also gehe ich ihr wieder und wieder auf die Nerven und der Murks geht von vorne los, bis sie mich irgendwann in Grund und Boden rammen wird. Aber das ist bisher nicht passiert, noch herrscht nach den heillosen Kämpfen ein fragiles Patt zwischen uns. Und erneut muss ich ihr, obwohl sie mich dermaleinst vielleicht umbringt, zugute halten, dass sie mir niemals untreu sein wird, und das ist etwas sehr, sehr Rares in diesen Zeiten

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Mood de jour IXX

An den Ufern des Amor bleibe ich so unerhört neugierig

auf die Fortsetzung und weiß doch nicht

wann und wie es weitergehen wird mit mir und uns

aber mit Herz und Hirn sollte es schon zu schaffen sein

dass wir uns im Auge behalten und DU nie aufhörst

uns zu träumen

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Experimente

im Lockdown XI (Bella Figura)

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Lulu

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Experimente

im Lockdown X (Der Präparator)

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Dahinsumpern im Blues – Heimatlose Notate V

Ich habe endlich das Beste hinter mir

Zettelfundstück: Du bist so ein fürsorglicher, interessanter, und noch dazu, attraktiver Mann. Noch nie war ich so glücklich und verbunden in einer Beziehung. Ich bin dafür sehr dankbar und dir am Allermeisten, dass du dich so facettenreich entwickelt hast. Ich liebe dich über alles

Im Strudel der Sekunden beugen sich ratlos erstarrte Gesichter in nasse Fliederbüsche

Schild: Nicht arbeiten ohne Sonderanweisung

Die Lücken zwischen meinen Zähnen werden größer

Endlich rauscht es mächtig und der Regen stürzt herab auf alte Paare unter bunten Schirmen

Eine Zeile, in die ich mich zurückziehe und einniste: Es gibt aber Menschen, die sich nicht an das Hiersein gewöhnen können

Sich ehrlich beschweigen, im trägen Fluss der nichtssagenden Momente

Die Trostlosigkeit der täglichen Selbstberührungen

Ich trage schwer am Gewicht eines Zwölfenders, der meine Nackenmuskeln verspannt

Mein Leben taugt nichts, aber es ist das einzige, das mir am Ende den Atem verschlagen haben wird

Vor der Ampel plustert sich eine junge Schönheit auf, gelassen schaue ich vorbei

Eine versehrte Horde von Kindern auf dem Weg zum Fest

Er wird, nach selbstverschuldeter Qual, der Henker seines Lebens sein, das ohnehin wie ein Gesicht des Morgentraums entflieht

Zitat: I forgot to remember to forget

Zwei Szenen: ein Kinderpaar auf einer Mauer, hüpfend und sich zulächelnd, und ein Debiler in einem Garten, der unentwegt Seifenblasen in die Luft bläst und dabei von einem aufs andere Bein springt und laut auflacht

Um beim See zu bleiben: Es ist, als sei ich hineingestiegen, hätte begonnen, darin zu schwimmen, und je länger und weiter hinaus ich schwimme, desto tiefer und größer wird der See. Und dieser See ist das Schreiben

Hörstück: Wir haben jetzt ein Enkelchen von zwei Jahren! Von dem da? Nee, der ist ein Blindgänger

Manchmal kommt es zum äußersten: Sie zwingt mich dazu, auf dem Rücken im Gras zu liegen und nichts zu tun als dem langsamen Zug der Wolken im blauen Himmel zu folgen, ohne Worte still dazuliegen und nur zu schauen. Was für eine Qual

Schild: Wer Waldhelm sagt meint Feuerverzinken

Bisweilen ergeht es ihm wie einem wolkenähnlichen Flusskiesel, der an beschwingten Tagen, wenn die Kümmernisse nur noch leere Mirakel bieten, auf der Oberfläche des Alltagsmeers hüpft

Nachricht des Tages für den Teilprivatier mit unabgeschlossener Vermögensbildung: Your To Do list is empty

Passgenaues Zitat: Er war sehr geduldig. Er hatte mal als Kameramann für den Sielmann gearbeitet, sie müssen stundenlang vor dem Bau des Spechts gelegen haben. Zeit verstreichen lassen als Methode der Arbeit

Mir bleibt nichts mehr zu tun. Ohnehin kann ich mittlerweile nur noch das schreiben, was mir einfällt, während ich von Satz zu Satz vergesse, was ich eigentlich sagen will

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Surreale Dinge IV

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