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Die hier veröffentlichten Fotos entstehen allesamt beim Spazierengehen. Sie zeigen zufällig in mein Blickfeld geratene und mit der Kamera festgehaltene Motive. Es geht mir bei diesen Augenblicksaufnahmen um eine Zwiesprache mit dem Sichtbaren, in der etwas scheinbar Vertrautes und Alltägliches ins Befremdliche oder Überraschende kippen kann. Alle Besucher sind herzlich eingeladen, ihre eigene deutende Fantasie tätig werden zu lassen und die Fotos zu kommentieren.Kategorien
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Sad End
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Short cuts XXX
Ein Mann mittleren Alters und mit kräftiger Statur saß am frühen Nachmittag allein auf einer Bank an einer belebten Straße. Er schien zu warten, denn sein Blick schweifte unruhig umher, auf der Suche nach etwas, dessen Abwesenheit immer unerträglicher wurde. Bald änderte er seine Haltung, um einen alten, unbekleideten Teddybären hinter seinem Rücken hervorzuholen. Diesen Teddy, aus dessen fadenscheiniger Oberfläche schon hier und da das Innere hervorzuquellen begann, zeigte er den Vorübereilenden, indem er ihn hochnahm und ganz nah an seine Wange hielt. Töne oder Sätze gab er nicht von sich, nur ein Gesten- und Mienenspiel waren zu sehen, in dem sich gegensätzliche Ausdrucksimpulse abwechselten: Liebe und Zorn, Zuwendung und Abkehr. Zu seinen pantomimischen Aktivitäten trieb ihn wahrscheinlich die Hoffnung, man würde darauf reagieren und mit ihm Kontakt aufnehmen, was jedoch ausblieb, da ihn die meisten blicklos passierten. Eine delikate Note entstand, als er einen seiner Finger genau zwischen die Beine des Teddys schob und ihn dort als Penis erscheinen ließ. Auch bewegte er den Finger ruckartig und grinste auffälliger ins Blaue hinein. Als eine Belladonna vorbeikam, verfiel er in heftige Bewegungen, und er beruhigte sich nur langsam beim Streicheln seines Plüschtiers, das er mit einer Innigkeit vollzog, die mich zunächst rührte und dann immer mehr zu ängstigen begann. Warum eigentlich?
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Molotow
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Selfie
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Short cuts XXIX
Beim Streunen stoße ich auf die kümmerliche Dekoration eines kleinen Fotostudios. Das Schaufenster ist vom Schmutz fast blind geworden. Mit Mühe erkennt man dahinter vergilbte Fotos, die als Tableau schief auf eine Pappe geklebt wurden. Sie zeigen Porträts von jungen Menschen, die eine maskenhafte Heiterkeit zur Schau tragen. Ein großes, durch eindringende Feuchtigkeit stark gewelltes Foto des Hamburger Rathauses bei Nacht soll Vorübergehende anlocken. Alles wirkt schäbig, vergessen, und uralte Spots werfen eine gelbes Dämmerlicht über ein fadenscheiniges Leichentuch aus Staub und Spinnweben. Das obere Feld des zweigeteilten Fensters beherbergt ein schauriges Arrangement aus vertrockneten Pflanzen, verdreckten Vasen, toten Insekten und welken Blättern. Im Inneren verlieren sich ein Schreibtisch und ein Paravent im Halbdunkel. Bisweilen taucht ein alte Frau auf, drapiert wie in Trance die wenigen Utensilien auf dem Tisch um, schaut versonnen nach draußen und verschwindet wieder in einem Raum, der mir wie das gestaltgewordene Warten vorkommt. Das Studio ist ganztägig geöffnet, wird aber von niemandem mehr gebraucht. Ihm ist die Zeit ausgegangen, und nun gleicht es einer immer unkenntlicher werdenden Erinnerung seiner selbst.
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Alter sucht Ego
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Wintermeer
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