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Die hier veröffentlichten Fotos entstehen allesamt beim Spazierengehen. Sie zeigen zufällig in mein Blickfeld geratene und mit der Kamera festgehaltene Motive. Es geht mir bei diesen Augenblicksaufnahmen um eine Zwiesprache mit dem Sichtbaren, in der etwas scheinbar Vertrautes und Alltägliches ins Befremdliche oder Überraschende kippen kann. Alle Besucher sind herzlich eingeladen, ihre eigene deutende Fantasie tätig werden zu lassen und die Fotos zu kommentieren.Kategorien
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Scheitel
Wenn mein Herz stehenbleibt, geht’s mit der ganzen Welt schneller voran, es wird besser und wärmer, Sommer folgt auf Sommer, die Luft wird klar wie ein Bergsee und der Sinn des ganzen auch.
(Charles Bukowski)
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Die nie erschöpfte Liebe zum leeren Tag
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Prelude to a kiss
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Tranches de vie XIV
Was für ein Aufmarsch: Ein wirrer Lockenpaus vertieft sich am Wegesrand in ihre SMS, hinter mir tönt das Hacken-Klack-Klack einer Miss Langbein, dann lässt eine Kunstblondine stellvertretend die Reifen ihres GTI durchdrehen, in Reitstiefeln trabt ein wippender Pferdeschwanz über die Straße und eine nicht mehr ganz so junge Mutter im Girly-Look kommt mir entgegen, die stolz ihren Nachwuchs bäuchlings vor sich herträgt. Aus einer Bar grüßt mich wenige Schritte später eine altbekannte BrüNette, doch ich rudere weiter durch Parfümwolken auf zwei Beinen. Beim Italiener sehe ich eine Modeinsulanerin im hautengen Top vor ihrem wahrscheinlich nicht letzten Drink des Tages hocken. In der Bäckerei meines Herzens erstehe ich den obligaten Kaffee Togo und ein Butterhörnchen, stoße auf ein kunstseidenes Blondchen mit Silberblick, lasse „Unverhofft kommt oft“ vernehmen, doch wenig begeistert wirft die Getroffene ihre heiße Mähne nach hinten und zieht grußlos davon. Vor dem E-Kauf dann der passgenaue Verleser des Tages: „Taube Säfte (Traubensäfte) zum halben Preis.“ Wie konnte es auch anders sein: Immer trifft alles auf MICH zu, das bilde ich mir jedenfalls ein. Die Menschentraube, die um einen Rentnerpaartanz entstanden ist, umschiffe ich weiträumig. Der von der Greisin getragenen Regenhaut im Leopardenlook muss ich noch länger nachsinnen, doch da fliegt schon eine Lepto in ihrem Soma an mir vorbei und hinterlässt nicht einmal einen Luftzug. An der U-Bahn versammeln sich bleiche Gesichter mit Glühstengeln um einen Ascher, aus der Rauchwolke stöckelt eine Stiefelqueen mit ihrem Steiftier an der Hand dem Eingang zu. Eine karamellbraune Inderin tritt in mein Gesichtsfeld und zwingt mich zum tiefen Durchatmen. Eine Frau wie ein Sprengsatz. Zur Entlastung besuche ich das Kunstkiosk, fachsimpele mit der Besitzerin über die Wandzeichnung von Horst Janssen und kaufe meiner Liebsten einen Ring in Form eines Tastatur-Zeichens mit der Aufschrift „Pause“: ein Aufruf zur Minuteneinkehr im Arbeitskrampf. Frohgemut und gut unterhalten gehe ich raus, wo es sich aufklärt. Das Scherschelafamm setzt sich fort, denn schon rauscht eine Horde kesser Schulmädchen an mir vorüber. Eine Mutter schaut verträumten Blickes in ihren kinderlosen Buggy. Hinter ihr rollt mir Clementine mit ihrer Orangenhaut entgegen, und kurz vor meiner Wohnung treffe ich noch auf Frau C., die mir nur Gutes über meine Herzdame zu berichten weiß. Passenderweise hat sie heute Vormittag einen Vortrag über Frauenrollenbilder im Mittelalter gehalten: Ein Leben zwischen Evas Schwestern und den Bräuten Christi. Ich verabschiede mich und kehre heim, zwecks Verfertigen einer Mahlzeit beim Kochen. Später ordne ich die Notate und merke, was für ein spätpubertäres TageSexzerpt mir da unterlaufen ist. Trotzdem: stehenlassen, was einem so kommt – mein derzeitiger Mottonormalgebrauch der Sprache.
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