„Alles seit je. Nie was anderes. Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“
(Samuel Beckett)
„Alles seit je. Nie was anderes. Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“
(Samuel Beckett)
Eine Katze tappst vorsichtig über das nasse Gras des Gartens, an den beiden Tauben vorbei, die selbstzufrieden und emsig ihr Frühstückspicken betreiben, während in ihrer Nähe einige Kaninchen mümmeln. Über ihnen hüpfen die Eichhörnchen, Trapezkünstlern gleich, von Baum zu Baum. Sie stören sich nicht und nehmen sich nur am Rande ihrer Aufmerksamkeit wahr. Was für ein Auftakt, und doch nur eine beliebige Szene unter Tieren, die nichts von jenem Bild der Friedfertigkeit wissen, welches sie einem projektionseifrigen Betrachter bieten, einem wie mir, der jetzt die flackernden Sonnenflecken auf der gegenüberliegenden Wand verfolgt und dabei sieht, wie sich ein Fenster öffnet und eine junge Frau im hellen Geviert erscheint, die ihre feuchten Haare in der Morgensonne zu trocknen versucht, indem sie zeitlupenhaft die gespreizten Finger durch die rotblonde Mähne zieht. Eine überwältigend lange Weile schaue ich ihr zu, bis sie es bemerkt und mir ein verwildertes Lächeln schenkt. Diese wenigen, schwerelosen Anblicke lassen mich auf einen guten Tag hoffen, den ich nur begleiten will – geduldig wie ein Verehrer.