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Die hier veröffentlichten Fotos entstehen allesamt beim Spazierengehen. Sie zeigen zufällig in mein Blickfeld geratene und mit der Kamera festgehaltene Motive. Es geht mir bei diesen Augenblicksaufnahmen um eine Zwiesprache mit dem Sichtbaren, in der etwas scheinbar Vertrautes und Alltägliches ins Befremdliche oder Überraschende kippen kann. Alle Besucher sind herzlich eingeladen, ihre eigene deutende Fantasie tätig werden zu lassen und die Fotos zu kommentieren.Kategorien
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Short cuts VIII
Ein alter Mann sitzt im EKZ in der Nähe eines Blumenkübels. Ich schlendere vorbei und bemerke neben seinen Habseligkeiten, die er auf einem Rollwagen bei sich trägt, einen Stapel loser Blätter, weshalb ich anhalte und ihn zu beobachten anfange. Er hält in seiner linken Hand einen Ringblock, dessen linierte Seiten er mit einem Füller unermüdlich und zunächst ohne abzusetzen füllt. Dann aber lässt die Schreibbewegung nach, hört ganz auf. Er huscht mit den Augen nervös die Zeilen entlang, korrigiert etwas, streicht oder ergänzt Worte. Sein Blick, den er in seine Umgebung und auch auf mich wirft, ist mehr nach innen gerichtet, und so bemerkt er nicht, dass ich ihm schon einige Minuten dabei zusehe, wie er mit viel Inbrunst etwas zu Papier bringt. Er geht in diesem unaufgeregt-ruhigen Tun völlig auf und lächelt bei jeder Vollendung einer Zeile leise in sich hinein. Ich trete näher, doch kann ich keine Sätze, geschweige denn Wörter erkennen. Es sind eher feine Linien, die an Geschriebenes erinnern, ein ornamentales Band, das sich über die Seiten zieht – Gekritzel für mich, für ihn aber sicherlich von und mit Bedeutung. Mehrere Seiten hat er schon damit gefüllt, die er dann sorgfältig vom Block löst und auf den Kleiderpulk seines Rollwagens sanft niederlegt. Ich gehe weiter und frage mich, warum mir ein Schreiber auffällt, der den Botschaften seines eigentümlichen Hirns mit ruiger Selbstgenügsamkeit niederschreibt.
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