Wie öde – Jemand sein!
Sein Lebtag – Fröschen gleich −
Den eignen Namen auszuquaken −
Für den Applaus im Teich!
(Emily Dickinson)
Wie öde – Jemand sein!
Sein Lebtag – Fröschen gleich −
Den eignen Namen auszuquaken −
Für den Applaus im Teich!
(Emily Dickinson)
Montags kehre ich allem den Rücken
Dienstags schöpfe ich Kraft
Mittwochs komme ich unverhofft
Donnerstags versetze ich die Wirklichkeit
Freitags knüpfe ich ein Netz
Samstags denke ich in Bildern
Sonntags verspreche ich das Blaue vom Himmel
Geh’ raus
atme Luft
blick’ dich um
bade im Licht
bleib’ ruhig
und schweife
in Gedanken
S c h r i t t für S c h r i t t
hoch zum Tagmond
im Blau
Nie bin ich dir näher, als wenn DU in der Ferne weilst. Dann weiß ich alle Worte, die ich dir sagen will, doch sind wir dann vereint, bin ich stumm wie ein Fisch. Nichts fällt mir ein, alles weg. Und nur eine Minute, nachdem DU gegangen bist, kann ich mir vor lauter Worten kaum die Schuhe binden, um dir nachzueilen. Habe ich dich dann eingeholt, verdüstert sich alles um mich, deine Gegenwart verschlägt mir den Atem und ich falle in ein Loch. Dumpf schlage ich auf dem Boden auf, schaue nach oben, DU rufst mich, aber mir fällt nichts ein. DU ziehst von dannen und die geschliffensten Aussprüche verlassen meinen Mund, nur hören kannst DU sie nicht. Lauschen wäre eine Lösung. Bleib unsichtbar, spitz die Ohren, und wenn ich dann loslege, kannst DU vielleicht hören, was meine Worte verschweigen.