Short cuts XXIII

In den Pfützen liegt der Himmel – ein Schritt nach vorn und ich stehe mittendrin, und die Wolken ziehen durch mich hindurch. Diese vergänglichen Überbleibsel des Regens öffnen den Boden, bilden vervielfältigende Flächen, die das Oben unten erscheinen lassen. Es ist eine blendende Verwirrung: Ich blicke in Spiegelbilder und falle in Abgründe, streune um die kleinen, flüchtigen Welten mit ihren glitzernden Lichtreflexen. Ein beiläufiges Geschenk. Selten, viel zu selten, springe ich hinein und lasse das Wasser spritzen, wie es Kinder gerne tun, die alles in das Theater ihres Alltags einbauen.

Dieser Beitrag wurde unter Texte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Short cuts XXIII

  1. Sofasophia sagt:

    ein sehr schöner, sehr sehnsüchtiger, sehr verspielter text, der mich schmunzeln lässt … und ein paar fragen aufwirft, die mit „warum eigentlich nicht?“ anfangen.

    das bild dazu sehe ich vor mir … auch ohne foto.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.