Nach

dem Aufwachen kam mir keine Verwendung für den heutigen, hitzerekordverdächtigen Tag in den Sinn. Ich streckte meine Glieder, döste vor mich hin und schlief wieder ein.
Im Traum rannte ich, was das Zeug hielt, rannte immer weiter, ohne mich umzublicken oder langsamer zu werden. Alles zog rasend schnell an mir vorüber, nichts blieb haften in diesem Reigen verwischter Bilder. Noch nicht einmal zum Schiffen hielt ich an.
Als ich zu mir kam, war ich zu erschöpft, um aufzustehen. Schlagkaputt ruhte ich aus und schlief ein. Nun geisterten urige Visagen in meinem Traum umher, aber die Unrast war glücklicherweise vorüber.
Als ich erneut wach wurde, dämmerte es bereits. Ich nahm eine Dusche und ging auf die Loggia, um meine Haut an der warmen Luft zu trocknen. Das tat gut. Ein letzter Fetzen Licht blitzte am goldenen Kreuz des Kirchturms auf.
Ich ging hinein und entschied mich für Bach. Der heilige Johannes nahm mich an die Hand und fügte alles zum Guten.
Und jetzt, während ich dieses Notat beschließe, möchte ich betonen, dass selten ein aufgegebener Tag so befriedet endete, wie der heutige.

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