Jede
Fotografie
ist
eine
Art
memento
mori.
(Susan Sontag)
Nebel, ein dünner Teppich, der auf allem liegt. Das Licht dringt nur schwach durch seinen grauen Schleier hindurch. Geräusche ertönen wie in Watte gepackt, die harten Konturen der Dinge werden abgeschliffen, bekommen eine „Aura“. Alles erscheint enger und unschärfer, weniger übersichtlich, geheimnisvoll. Zugleich schafft das Diffuse eine weite Eintönigkeit, eine eintönige Weite, in der die Lesbarkeit der Zeichen abnimmt. Nebel, ein feuchtes Negligé, das einen verhüllt. Und nicht nur diejenigen, die gerne maskiert nach draußen gehen, fühlen sich in dieser Sfumato-Welt wohl. Auch Verbrecher, die ihn gleichsam als Tarnkappe nutzen. Oder Träumer, die den Tag weniger sehen als verdämmern wollen … und harmlose Drifter, die es lieben, im Unbestimmten sich treiben zu lassen.