Steinzeitung

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Mauler

Mauler

Ich könnte fast täglich ununterbrochen Verwünschungen aussprechen, mit Kraftausdrücken meine Umwelt vor den Kopf stoßen und sie so auf Abstand halten.

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Tranches de vie VI

Am Morgen beherrscht mich ein düsteres Gemütsklima, ein grundloses Trauern. Dazu passt das graue, regennasse Wetter. Dämmerland, das helle Schwarz eines matten Tages. Die Sonne verbirgt sich hinter Wolkenbergen, starkwindige Böen fegen durch die Straßen, wirbeln Staub auf, der sich als grobkörnige Schicht auf alles legt. – Dementsprechend trübe fällt auch die Spazierrunde aus. Geduckte Gestalten schleichen schweigsam umher, vereint im aussichslosen Kampf gegen das Wetter. Selten blicken sie auf zur Wolkendecke, die immer tiefer zu kommen und schon die Häuserspitzen zu kitzeln scheint. Doch kein Kichern trifft mich, nur plombierte Mienen, eingesperrt, wie auch ich, im Gedankenbunker. Selbst ein Kaffee Togo gewährt mir keine Selbstbesänftigung. Stur trottele ich durch lichtarme Straßen, ereignislose Kulissen, ein Mauvaisvivant wie er im Buche steht. In welchem nur? Kein Talent zum Gehen, zum Leben heute. Weder Format noch Fortüne. Der Unmut sitzt im Kopf, umgeben von Sichtblenden. Homo dissens. – Keine Abwechslung, kein Staunen, keine Störung erreicht mich. Die Blechkarossen lärmen, der Wind treibt Unrat in tote Winkel, die Parfümwolken der Passantinnen reizen meine Nase, und von dem Bild der witzelnden Arbeiter mit ihren leuchtend orangefarbenen Jacken bleibt mir nur das düstre Loch in Erinnerung, in dass sie lachend starren. Vor einer Horde blödfroher Teenies, die auf ihre tönenden Handys glotzen, weiche ich aus, wie allem, was mir heute begegnet, auch den halblahmen, rentenversorgten Greisen mit ihren Rollatoren, denen ich sonst so gerne besänftigende Blicke zuwerfe. Nichts wird zurückbleiben von dieser Runde, und so nehme ich die unbestimmte Wut dankbar entgegen, die mich kurz vor meiner Haustür in Form eines fürchterlich fluchenden Fußgängers mit schweißnasser Pudelmütze trifft, der ansatzlos ein lautes „Verpisst Euch!“ ins Leere schreit. Ich zögere nicht. Amor fati.

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Epitaph

Epitaph

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Intrusion

Intrusion

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Short cuts V

Die Gruppe von Zuhörern, die zuvor bei einem Vortrag noch durch eine interessierte Aufmerksamkeit eine ungestörte Einigkeit und stille Zusammengehörigkeit bewiesen haben, gehen nun, nach dem Vortrag, ungerührt und blicklos aneinander vorbei. Wieder bei sich, finden sie keine Gemeinsamkeit mehr und können nicht umhin, sich erneut gegenseitig auszuschließen.

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Die Welle

Die Welle

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Allzeittief

Allzeittief

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Bleu mourant

Bleu mourant

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The big nothing

The big nothing

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