Mood de jour XVI

Meine Liebste,

habe ich dir schon erzählt, wie froh ich bin, wenn ich morgens neben dir aufwache,
habe ich dir schon erzählt, wie köstlich der erste Kaffee mit dir schmeckt,
habe ich dir schon erzählt, wie mich dein Duft den ganzen Tag begleitet,
habe ich dir schon erzählt, wie die Spannung während deiner Abwesenheiten steigt,
habe ich dir schon erzählt, wie ungeduldig ich dich von deinen Reisen zurücksehne,
habe ich dir schon erzählt, wie gerne ich mich mit deinen Augen einmal sehen würde,
habe ich dir schon erzählt, wie beseligend unsere Bettstunden sind,
habe ich dir schon erzählt, wie dufte deine Küsse sind,
habe ich dir schon erzählt, wie mich deine Lust erfüllt,
habe ich dir schon erzählt, wie dein Schlummern den Frieden in mir wuchern lässt,      habe ich dir schon erzählt, wie deine Herztöne mein Leben takten,
habe ich dir schon erzählt, wie wir uns in meinen Träumen von einem Rendezvous zum                                                               anderen neu verlieben,
habe ich dir schon erzählt, wie gerührt ich von unserer tiefen Verwandtschaft bin,
habe ich dir schon erzählt, wie sehr ich den von dir ausgelösten Trouble schätze,
habe ich dir schon erzählt, wie wir in unseren blauen Momenten die Sanduhr anhalten,
habe ich dir schon erzählt, wie schön wir über unsere Verhältnisse leben,
habe ich dir schon erzählt, wie groß mein Hunger nach deinen weichen Konturen ist,
habe ich dir schon erzählt, wie leicht mir die beiden Silben deines Kosenamens auf der                                                                Zunge zergehen,
habe ich dir schon erzählt, wie schwer es ist, von uns täuschend echt zu erzählen,                                                                           und ach,
habe ich dir schon erzählt, wie all diese Zeilen das verfehlen,                                                                                                                 wovon ich dir erzählen will ?

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Intermezzo: Nabelauge

Für Glumm:

Nabelsau

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Stolen moment

II

Schon als Kind hatte ich dieses Bedürfnis, den Moment festzuhalten. Und dann kam irgendwann die Erkenntnis, dass das gar nicht geht, dass das eine Utopie ist: Dass das Leben in Bewegung ist, und dass der Moment eigentlich immer schon vergangen ist. Man blickt sozusagen immer dem Tod ins Gesicht. Ich glaube nicht, dass man das Leben festhalten kann. In dem Augenblick, wo man es festhalten will, ist es tot … Es ist nur das Spiel damit, dass man sagt: Tod ist Stillstand, und Leben ist Bewegung. Und in dem Augenblick, in dem ich es fixiere, schaue ich eigentlich dahin, wo ich herkomme und sehe, was mich erwartet.
(Lars Eidinger)

 

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Stolen moment

I

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Ins Blaue


Je tiefer das Blau wird, desto mehr ruft es den Menschen in das Unendliche, weckt in ihm die Sehnsucht nach Reinem und schließlich Übersinnlichem.
(Wassily Kandinsky)

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Laterna coronata

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Experimente

im Lockdown V (Rose)

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Experimente

im Lockdown IV (Absacker)

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Experimente

im Lockdown III (Facing you)

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Experimente

im Lockdown II (Schatten meiner selbst)

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