Ecce Tor

Eine Tür ist eine Grenze, Drinnen – Draußen. Diese Tür ist oft benutzt worden, über lange Zeit. Man sieht es ihr an. Als sie noch neu war sorgfältiger, später unachtsam, nachlässig.
Mal keine Zeit, dann ist sie im Weg.
Sie wurde nicht gepflegt, nicht mehr gestrichen, nicht repariert.
Sie hatte zu funktionieren.
Wurde alt, verlor an Wert.
Die Macken nahmen zu, Stücke brachen ab, wurden nicht ersetzt, richtig fest ist sie nicht mehr, sie schließt nicht mehr sauber, quietscht in den Angeln.
Die Arbeit der Zeit.
Stolz ist da keiner mehr zu sehen, es sei denn der, so lange durchgehalten zu haben, irgendwie. (H)

Dieser Beitrag wurde unter Fotos, Texte abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Ecce Tor

  1. U sagt:

    Und doch, einer kleinen Fürsorgepflicht sind die Besitzer dieses alten Scheunentores nachgekommen: das rustikal ausgebrochene Loch! Wie oft sind wohl die hofeigenen Katzen dadurch gesprungen, mal nach Drinnen, ins Schlaflager auf dem Stroh, mal nach Draußen, ins Jagdrevier auf den Feldern.

  2. Francis J sagt:

    „Wurde alt, verlor an Wert.“ Certes, elle a vieilli, mais a-t-elle perdu de sa valeur ? la patine du temps ne lui a-t-elle pas apporté une autre valeur ? par la porte, se bousculent maintes questions. par la porte, une autre beauté fait son apparition. une autre beauté que nous transmet cette photographie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.