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Die hier veröffentlichten Fotos entstehen allesamt beim Spazierengehen. Sie zeigen zufällig in mein Blickfeld geratene und mit der Kamera festgehaltene Motive. Es geht mir bei diesen Augenblicksaufnahmen um eine Zwiesprache mit dem Sichtbaren, in der etwas scheinbar Vertrautes und Alltägliches ins Befremdliche oder Überraschende kippen kann. Alle Besucher sind herzlich eingeladen, ihre eigene deutende Fantasie tätig werden zu lassen und die Fotos zu kommentieren.Kategorien
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Komischer Heiliger
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Short cuts XLIII
Einst füllte er die Gassen und Plätze mit Flüchen und Sprüchen, doch jetzt entfährt ihm meist nur noch ein langgezogenes O, wenn er öffentlich auftritt und ihm die Zuhörer zujubeln und anfeuern, wieder einmal so richtig aus der Rolle zu fallen und vom Leder zu ziehen, gegen alles und jeden, doch er, zerknirscht und kleinmütig, bleibt ungerührt bei seinem O, in das er allerdings stimmlich all seine Enttäuschung ob der menschlichen Spezies legt, seiner stolzgeschwellten Artgenossen, die er am liebsten komplett, inklusive seiner Wenigkeit, in dieses O einschließen und versiegelt mit Pauken und Trompeten ins Nirwana transportieren würde, damit dieser apfelrunde Planet endlich wieder ungestört seine Runden durchs All drehen könnte, aber immer wenn es mit ihm durchzugehen droht, bremst ihn etwas aus und von seinen Lippen stößt sich einzig das leere O ab, hinter dem er für alle vernehmbar ein ? setzt, das eine schier endlose Funkstille eintreten lässt, in der nur die welken Blätter rauschen, durch die er dann davonjagt, um den nötigen Abstand herzustellen, der ihm erneut mit jener ihm selbst unbegreiflichen Kraft ausstattet, die es möglich macht, wieder Atem zu schöpfen für den nächsten Gang, an dessen vorläufigem Ende erneut das schon legendäre O erklingen wird, das nichts zu verstehen, aber vieles zu denken aufgibt, zumal, wenn das ? dahinter immer monumentaler den Luftraum einnimmt.
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Short cuts XLII
Es gibt sie noch, jene kurzen Momente, auf die man nicht wartet, die einfach passieren und dann und wann einen kleinen Aufruhr erzeugen, so auch bei dem Herrn, der nach dem Besuch einer Ausstellung sich auf eine Bank setzte, die Sonne genoss und seiner Frau umstandslos gestand, wie er einst als schmaler Jüngling seine erste amouröse Prinzenrolle spielte, die ihm für eine stürmische und bis heute unvergessene Zeit die Zuneigung eines hübschen Mädchens mit roter Prachtmähne einbrachte, woraus die Frau des offenherzigen Herrn schloss, dass sie nicht die erste Wahl darstellte und mit einem kräftigen „Ach so!“ das Weite suchte. Der Herr blieb verdutzt zurück, einmal mehr darüber belehrt, wie leicht sentimentale Geständnisse in den falschen Hals geraten können.
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Cosmea coronata
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Kopflos
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Song
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Emeriti
So sind wir nun für unbestimmte Zeit in Ruhestand versetzt. An der Peripherie der Kalamitäten tummeln sich die Fingerzeiger und Alarmisten. Auf allen Kanälen lassen die üblichen Krakeeler ihre Unterstellungen zirkulieren. Aber auch Aufmunterungen bleiben nicht aus. Immerhin bekommen die Helfer den Applaus, der ihnen zukommt. Bei aller Einsicht in den Notstand stellen sich die zehrenden Fragen nach dem Warum und der Dauer und dem Danach unentwegt. Noch fehlen verbindliche Antworten, stattdessen Wissensleere, die sich nur langsam zu füllen beginnt. So muss ich ohne eine Eselsbrücke durch den Morast der Stunden gehen, damit beschäftigt, den anderen bei ihrer Nicht-Arbeit zuzusehen oder Balkongespräche zu führen. Solcherart ziehen sich die begegnungskargen Tage unter einem gleichmütig heiteren Märzhimmel hin. Und das gnadenlos helle Licht leuchtet alles wie eine Bühne aus, auf der es gilt, sich mit Abstand durchzuschlagen. Allerlei Prognosen schwappen aus den digitalen Gullys, ein baldiges Ende steht eher nicht in Aussicht. Kaum einer hat einen Schimmer und es droht eine Coronoia. Mit Blick auf das mögliche Vergehen zupfe ich das Motto der Stunde aus meinem Flausenboy: Liebt wie die Geweihe träumen und hofft … auf Klärung!
Disconnected
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Rollenporträt
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