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Die hier veröffentlichten Fotos entstehen allesamt beim Spazierengehen. Sie zeigen zufällig in mein Blickfeld geratene und mit der Kamera festgehaltene Motive. Es geht mir bei diesen Augenblicksaufnahmen um eine Zwiesprache mit dem Sichtbaren, in der etwas scheinbar Vertrautes und Alltägliches ins Befremdliche oder Überraschende kippen kann. Alle Besucher sind herzlich eingeladen, ihre eigene deutende Fantasie tätig werden zu lassen und die Fotos zu kommentieren.Kategorien
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Pro Lidschlag ein Bild
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Mood de jour XVIII
Der Tag trübte sich schon am Morgen ein und roch nach angebrannter Milch. Ich grub mich in die Kissen und Decken ein, genoss die Wärme des Bettes, schloss die Augen und glitt unmerklich aus dieser Welt. Alles passierte wie immer, nur ohne mich. Weder wusch ich mich noch nahm ich ein Frühstück zu mir. Überhaupt fiel jede Mahlzeit aus. Alle Worte blieben ungesagt. Weder Freunde noch Fremde wurden getroffen. Das Spazieren fand nicht statt. Keine Zeile gab es zu lesen. Selbst das Denken setzte aus, und kein Gefühl drängte zu seinem Ausdruck. Ich kam gar nicht richtig zu mir, blieb einfach liegen, träumte …, und prompt nahmst DU lässig wie eine Odaliske neben mir Platz. Ab und zu zog ein Zittern über deine Haut, während DU in die Lektüre von Kontaktanzeigen vertieft warst. Dann versetzte mich eine scharfe Linkskurve dahin, wo deine Brüste brüteten, mit denen zu spaßen ich mich nicht erdreistete. Ich schaute nur und genoss den geschenkten Augenblick, in dem irgendwer nicht umhin kam, unserem Beieinander seinen Segen zu erteilen. Als ich aufwachte, war mein Alter vorgerückt. Ich folgte ihm nicht nach, blieb einfach zurück. Es ging mir gut ohne Alter. Ich fühlte mich wie von einer Last befreit und sogar zu Arbeiten aufgelegt, die ich sonst eher scheue. Aber davor bewahrst DU mich, meine Liebste, DU weißt, dass ich dieser Sorte Mensch nie angehören, sondern immer nur spielen wollte. Diese Einfühlung kann mich mitunter zu Tränen rühren. Es bleibt unfassbar für mich: Der Wortfilm reißt immer an dieser Stelle, genau da, wo es mir nicht gelingen will, ins bergende Helle deines liebenden Verständnisses vorzudringen. Es ist s o z u s a g e n der grüne Zweig, auf dem ich sitzen kann, um solche Petitessen zu schreiben. Oder sind es Petitionen?
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Auf die Folter spannen verboten!
Es war einmal ein Gedicht. Eines Tages wurde es von Deutebolden nackt ausgezogen, auf eine Pritsche gelegt und an Händen und Füßen gefesselt. Sein Gesicht bedeckte man mit einem nassen Tuch, holte eine Gießkanne und begoß den Mund mit Wasser, bis es würgen musste. Dann nahm man ihm das Tuch ab und wartete darauf, dass es eine Botschaft preisgab. Doch nichts außer einem Röcheln war zu hören. So wurde das Procedere wiederholt, immer wieder und heftiger, aber das Gedicht blieb stumm. Es ließ sich nichts abpressen, ertrug die Tortur und gab seine Konfessionen nicht preis. Zuletzt versuchte man, es mit den gröbsten Drohungen aus der Reserve zu locken, doch ohne Erfolg. Das Gedicht hielt allen peinlichen Anfechtungen stand, und so löste man die Fesseln und entließ es in die Freiheit. Dort geriet es in die Gesellschaft von Kindern, bei deren Spielen es nicht weiter auffiel. Niemand klebte ihm an den Versen und so entblößte es unaufgefordert seine tiefsten Gedanken.
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Die Schönheit des Beiläufigen I
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ZEIT für Philosophie?
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And I ride her all the way northeast
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Missing you just kills (Fritsch)
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Follow a road so wide (Fritsch)
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Desire’s like a loaded gun (Fritsch)
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Verschlagwortet mit Appropriation Art, Corona-Files, Menschenbilder, Schwarzweisheiten, Singles, Unschärfe
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Bunnies
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